Was ist der BITE Bewerbermanager?
Der BITE Bewerbermanager ist eine webbasierte Bewerbermanagement-Software — im Sprachgebrauch der Branche ein Applicant Tracking System, kurz ATS. Hersteller ist die BITE GmbH mit Sitz in Ulm; der Name steht nach Angaben des Herstellers für Business IT Engineers. Die Software begleitet die Recruiting-Kette vom Stellen- und Ausschreibungsmanagement über die Veröffentlichung auf Jobbörsen bis zur Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber. Für eine Website ist davon ein Ausschnitt relevant: das Stellenmanagement. Dort entstehen die Ausschreibungen, die auf der Karriereseite erscheinen sollen.
Wie kommen Stellen aus BITE auf unsere Karriereseite?
Über einen Weg, der vorab mit dem Hersteller oder eurer HR-IT geklärt wird. Der Hersteller nennt für die eigene Homepage eine automatisierte Darstellung der Ausschreibungen und bietet daneben eine eigenständige Karriereseite als Produkt an. Welche Übergabe in eurem Vertrag freigeschaltet ist, welche Felder sie liefert und in welchem Takt sie abgerufen werden darf, steht am Anfang jedes Projekts. Danach ist der Aufbau immer derselbe: Ein geplanter Job holt die Stellen, legt jede Ausschreibung als eigenen Inhalt im CMS an, und wir rendern Liste, Filter und Detailseite selbst — im Design deiner Website, auf deiner Domain.
Gibt es eine öffentliche Dokumentation der BITE-Schnittstelle?
Öffentlich einsehbar ist sie nicht. Anders als bei Systemen mit offener Entwicklerdokumentation lassen sich Endpunkte, Feldnamen und Formate deshalb nicht vorab aus einer Referenz ablesen. Das ändert nichts am Vorgehen, verschiebt nur die Reihenfolge: Zuerst holen wir gemeinsam mit euch die Freigabe und die technischen Angaben beim Hersteller oder bei eurer HR-IT ein, dann entsteht daraus ein schriftliches Feld-Mapping, und erst danach wird gebaut. Wir schreiben keine Annahmen über Endpunkte oder Feldnamen fest, bevor sie bestätigt sind.
Reicht ein eingebettetes Job-Widget statt eigener Stellenseiten?
Für den schnellen Start reicht es oft völlig: Ein eingebettetes Portal oder Widget zeigt die aktuellen Stellen sofort, ohne dass viel gebaut werden muss. Für die Suche zählt allerdings die Adresse, unter der ein Inhalt ausgeliefert wird. Wird das Portal von einer fremden Adresse eingebunden, gehört der Inhalt technisch weiter dorthin und wird auch dort erfasst. Sollen die Stellen unter eurer Domain ranken und in der Job-Box erscheinen, entstehen sie als eigene Seiten mit eigener indexierbarer URL. Beide Wege haben ihren Platz, und sie lassen sich kombinieren — etwa eigene Stellenseiten plus geschützter Bewerberbereich beim Hersteller.
Lässt sich BITE in TYPO3, WordPress oder Statamic integrieren?
Ja. In allen drei Systemen trägt derselbe Aufbau: Ein geplanter Job holt die Stellen, legt jede Ausschreibung als eigenen Inhalt im CMS an, und das Template rendert Liste, Filter und Detailseite — jede Stelle mit einer eigenen URL auf deiner Domain. In TYPO3 ist das eine eigene Extension mit Scheduler-Task, eigenen Datensätzen und Fluid-Templates. In WordPress ein eigenes Plugin mit einem Custom Post Type für Stellen und Taxonomien für Standort und Bereich. In Statamic ein Artisan-Kommando im Scheduler, das Entries in eine Collection schreibt. Weil die Feldnamen je Installation unterschiedlich ausfallen können, bauen wir die Abholung als schlanken eigenen Code und stimmen das Feld-Mapping vorab ab.
Landen unsere Stellen damit in Google for Jobs?
Google zeigt eine Stelle in der Job-Box nur, wenn die Seite gecrawlt werden kann und JobPosting-Markup als strukturierte Daten enthält. Pflicht sind Titel, Beschreibung, Veröffentlichungsdatum, Arbeitgeber und Arbeitsort; empfohlen sind unter anderem Ablaufdatum, Anstellungsart und Gehalt. Dieses Markup entsteht nicht im Bewerbermanagement, sondern beim Rendern deiner Stellenseite — aus genau den Feldern, die aus BITE kommen. Der Hersteller weist darauf hin, dass die von Google geforderten Angaben zu jeder Ausschreibung im System erfasst werden können; damit steht die Datengrundlage, aus der wir das Markup erzeugen.
Bewerbung im BITE-Formular oder auf unserer Website?
Beides trägt. Der direkte Weg ist die Weiterleitung: Der Button auf der Stellenseite führt in das Bewerbungsformular des Herstellers, dort läuft der Upload, und die Bewerbung liegt sofort im Bewerbermanagement — auf dem Webserver entstehen dabei keine Bewerberdaten. Der zweite Weg ist ein eigenes Formular auf deiner Domain, das die Daten über die abgestimmte Schnittstelle übergibt: durchgängig im Design deiner Website, mit voller Kontrolle über Pflichtfelder, Fehlermeldungen und Barrierefreiheit, dafür mit mehr Aufwand und einer Abhängigkeit von den freigegebenen Endpunkten. Wir klären das vor dem Bauen, weil daran der ganze Bewerbungsweg hängt.
Wie sicher sind Bewerberdaten bei so einer Anbindung?
Bewerbungsunterlagen gehören zum Sensibelsten, was eine Website verarbeitet. Deshalb gilt: so wenig wie möglich auf dem Webserver. Die Übertragung läuft verschlüsselt, Zugangsdaten liegen in der Serverkonfiguration statt im Repository, und Anhänge werden weitergereicht statt dauerhaft abgelegt. Führendes System bleibt BITE — dort greifen Rollen, Protokollierung und die Löschfristen, die das Personalwesen ohnehin einhalten muss. Nach Angaben des Herstellers ist die BITE GmbH nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert und hält die Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland. Der Auftragsverarbeitungsvertrag gehört ins Projekt, nicht ins Nachspiel.