siteway

// stack · cms

TYPO3.

TYPO3 ist das Enterprise-CMS für Websites, an denen viele Menschen arbeiten: Rollen und Rechte bis auf die einzelne Seite, Freigaben vor der Veröffentlichung, Mehrsprachigkeit im Kern statt als Plugin. siteway baut damit seit Jahren Konzern- und Industrie-Auftritte — und hält sie über die LTS-Zyklen hinweg update-fähig.

stack stack: typo3 einsatz: enterprise · redaktion · mehrsprachig seit: 2006

// definition

Was ist TYPO3?

TYPO3 ist ein quelloffenes Content-Management-System auf PHP-Basis, das für große Websites und viele Redakteure gebaut ist. Was es von leichteren Systemen unterscheidet, steckt nicht im Editor, sondern in der Organisation dahinter: feingranulare Rollen und Rechte, Freigaben vor der Veröffentlichung und Mehrsprachigkeit als Teil des Kerns.

Kasper Skårhøj hat TYPO3 1998 gestartet; heute wird es von der TYPO3 Association und einer weltweiten Community unter der GPL weiterentwickelt. Verbreitet ist es vor allem im deutschsprachigen Raum — Industrie, Hochschulen, Verwaltung, Konzernauftritte. Also überall dort, wo eine Website nicht von einer Person gepflegt wird, sondern von einer Organisation.

Der Preis dafür ist Umfang: TYPO3 hat eine eigene Konfigurationssprache, ein eigenes Rechtemodell und eine Lernkurve. Wer eine Fünf-Seiten-Website braucht, ist mit einem anderen System aus unserem CMS-Stack schneller am Ziel. Wo der Bedarf aber wirklich groß ist, trägt TYPO3 weiter als alles andere, was wir einsetzen.

// praxis

Wie wir TYPO3 einsetzen.

nah am standard · nicht verbogen

Wir starten ein TYPO3-Projekt nicht mit Technik, sondern mit dem Redaktions-Organigramm. Wer schreibt, wer gibt frei, wer darf welchen Teil des Seitenbaums sehen, welche Sprachen pflegt welches Team? Aus diesen Antworten fallen die Backend-Benutzergruppen, die Zugriffsrechte auf den Seitenbaum und die Freigabe-Stufen. Wird das erst nach dem Launch nachgezogen, endet es fast immer damit, dass alle Redakteure Administratorrechte bekommen — und genau das wollen wir vermeiden.

Danach wird der Seitenbaum gebaut, und zwar mit den Sprachen im Blick. Die Site-Konfiguration legt Sprachen, URL-Präfixe und Fallback-Regeln fest, jede Seite und jedes Inhaltselement bekommt seine übersetzte Fassung, die mit dem Original verknüpft bleibt. So kann eine Landesgesellschaft abweichen, ohne dass die Struktur auseinanderfällt — und hreflang entsteht aus der Konfiguration statt aus Handarbeit.

Im Frontend halten wir uns an die Bordmittel: TypoScript für die Konfiguration, Fluid für das Markup. Kein Page-Builder, der Layout und Inhalt vermischt, sondern feste Inhaltselemente mit klaren Feldern. Das ist für die Redaktion langweiliger und für die Website besser: sauberes semantisches HTML, das sich nicht kaputtklicken lässt, ein Frontend, das wir unabhängig vom CMS optimieren können, und eine Barrierefreiheit, die im Template entsteht statt im Nachhinein repariert zu werden.

Extensions sind der Punkt, an dem TYPO3-Projekte altern. Wir installieren sie über Composer statt per Klick, halten die Liste kurz und begründen jede einzelne — denn jede ist Fremdcode, der beim nächsten Upgrade mitgezogen werden muss. Der Code liegt in Git und geht über GitHub Actions live, Konfiguration inklusive. Damit ist ein Upgrade auf die nächste LTS ein geplantes Projekt statt einer Rettungsaktion.

// bausteine · 6 details

Die Bausteine im Detail.

jeder mit klarem zweck

TYPO3 kann viel — das sind die Teile, die in unseren Projekten am meisten tragen. Wer diese sechs versteht, versteht, warum das System bei großen Redaktionen gewinnt und bei kleinen verliert.

// d-01rechte

Rollen & Rechte.

Backend-Benutzergruppen bestimmen, wer welchen Ast des Seitenbaums sieht, welche Inhaltstypen anlegen darf und welche Felder überhaupt sichtbar sind. Eine Landesgesellschaft bekommt ihren Bereich, die Zentrale behält die Struktur.

zweck: viele redakteure, klare grenzen

// d-02freigabe

Workspaces.

Redakteure arbeiten in einem Entwurfs-Workspace, sehen ihre Änderungen in der Vorschau und schicken sie zur Freigabe. Erst wer das Recht dazu hat, veröffentlicht. Kampagnen und Relaunch-Stände lassen sich so vorbereiten, ohne live zu basteln.

zweck: entwurf → freigabe → live

// d-03sprachen

Site Handling & Sprachen.

Sprachen werden in der Site-Konfiguration definiert — mit Locale, URL-Präfix und Fallback. Übersetzungen bleiben mit dem Original verknüpft, dürfen aber abweichen. Mehrsprachigkeit ist hier Kernfunktion, kein Aufsatz.

zweck: sprachbäume + hreflang

// d-04templating

TypoScript & Fluid.

TypoScript konfiguriert, wie Seiten zusammengesetzt und ausgegeben werden; Fluid liefert die HTML-Vorlagen mit Platzhaltern und ViewHelpern. Konfiguration und Markup bleiben getrennt — und das Markup bleibt lesbar.

zweck: semantisches html statt page-builder

// d-05erweiterung

Extensions & Composer.

Funktionen kommen über Extensions — installiert per Composer, versioniert im Repository, nicht per Klick im Backend. Wir halten die Liste kurz: Jede Extension ist Fremdcode, der beim nächsten Upgrade mitmuss.

zweck: wenig fremdcode, klare herkunft

// d-06lebensdauer

LTS & Upgrade-Pfad.

TYPO3 pflegt LTS-Versionen über Jahre mit Fehler- und Sicherheitsupdates; danach ist verlängerte Wartung (ELTS) gegen Gebühr möglich. Der Wechsel auf die nächste LTS wird bei uns auf Staging geprobt, bevor er live geht.

zweck: planbar statt notfall

// beleg

Spelsberg: 13 Sprachen, seit 2018.

theorie ist billig · projekte sind der beleg

Für den Elektrotechnik-Hersteller Spelsberg betreiben wir eine TYPO3-Plattform in 13 Sprachen — Relaunch 2018, seitdem in laufender Betreuung. Das ist der Fall, für den TYPO3 gebaut ist: ein großer Seitenbaum, viele Beteiligte, Sprachen mit unterschiedlichem Pflegestand und ein Produktkatalog mit tausenden Varianten.

TYPO3 ist dabei die Redaktions- und Ausspielschicht, nicht der Datenhalter. Die Produktdaten kommen aus dem PIM, CAD-Modelle über Cadenas, die Instant-Suche im Produktfinder läuft über Algolia, Leads fließen über Hubspot ins CRM. Jede dieser Anbindungen ist eine eigene Extension mit klarer Aufgabe — statt eines Baukastens, den beim nächsten Upgrade niemand mehr auseinandernehmen kann.

Der eigentliche Beleg steckt aber in der Zeit: Seit 2018 hat diese Plattform mehrere TYPO3-Upgrades hinter sich und läuft weiter. Genau darauf zielt unsere Bauweise — nah am Standard, wenig Fremdcode, alles in Git. Zum Case Spelsberg, oder alle Referenzen unter Cases.

// entscheidung

Wann TYPO3 passt — und wann nicht.

größe entscheidet, nicht geschmack

TYPO3 ist ein großes System, und große Systeme sind nur dann ein Vorteil, wenn der Bedarf ebenfalls groß ist. Drei Fragen führen bei uns fast immer zur richtigen Antwort — und wenn keine davon mit „ja" beantwortet wird, empfehlen wir bewusst ein anderes System.

// e-01menschen

Arbeiten viele daran?

Mehrere Abteilungen, Standorte oder Landesgesellschaften pflegen dieselbe Website. Sobald es darum geht, wer welchen Bereich sehen und ändern darf, spielt das Rechtemodell von TYPO3 seine Stärke aus.

rollen & rechte

// e-02prozess

Muss freigegeben werden?

Wenn Inhalte vor der Veröffentlichung durch Fachabteilung, Recht oder Kommunikation gehen, braucht es einen echten Entwurfsstand. Workspaces bilden das ab, ohne dass jemand im Live-System bastelt.

entwurf & freigabe

// e-03sprachen

Sind es mehrere Sprachen?

Nicht zwei Sprachen mit identischem Inhalt, sondern viele mit eigenem Pflegestand und lokalen Abweichungen. Genau dort wird Mehrsprachigkeit im Kern zum Unterschied — bei Spelsberg in 13 Sprachen.

sprachbäume

Bleibt es bei ein bis drei Redakteuren, einer Sprache und einer überschaubaren Seitenzahl, ist TYPO3 Überbau — dann kostet der Apparat mehr, als er einbringt. In dem Fall empfehlen wir WordPress für Business-Sites und Blogs mit vertrauter Oberfläche oder Statamic für schlanke, wartungsarme Seiten ohne Datenbank. Steht nicht der Inhalt, sondern eigene Fachlogik im Zentrum, führt der Weg zu PHP & Laravel. Welche Richtung stimmt, klären wir in Konzept & Strategie — vor dem Bau, nicht danach.

weiche viele rollen & sprachen: typo3 business & blog: wordpress schlank & ohne db: statamic

// faq

Häufige Fragen.

Was ist TYPO3?

TYPO3 ist ein quelloffenes Content-Management-System auf PHP-Basis, das für große Websites und viele Redakteure gebaut ist. Kasper Skårhøj hat es 1998 gestartet; heute wird es von der TYPO3 Association und einer weltweiten Community unter der GPL weiterentwickelt. Charakteristisch sind feingranulare Rollen und Rechte, Freigaben über Workspaces, echte Mehrsprachigkeit über getrennte Sprachbäume und LTS-Versionen mit langem Supportzeitraum. Verbreitet ist TYPO3 vor allem im deutschsprachigen Raum: Industrie, Hochschulen, Verwaltung und Konzernauftritte. siteway setzt es dort ein, wo Umfang, Rollen und Sprachen den Ausschlag geben.

Für welche Projekte lohnt sich TYPO3 — und für welche nicht?

TYPO3 lohnt sich, wenn mehrere Abteilungen oder Standorte an einer Website arbeiten, wenn Inhalte vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen und wenn echte Mehrsprachigkeit gefragt ist. Je größer der Seitenbaum und je mehr Beteiligte, desto stärker zahlt sich der Apparat aus. Für eine Business-Website mit ein bis drei Redakteuren ist er dagegen Überbau: Dort ist WordPress schneller im Alltag, für schlanke, wartungsarme Seiten ohne Datenbank Statamic. siteway entscheidet das im Konzept — nach Redaktionsgröße, Sprachen und Schnittstellen, nicht nach Vorliebe.

Wie funktioniert Mehrsprachigkeit in TYPO3?

TYPO3 behandelt Sprachen im Kern, nicht über ein Plugin. In der Site-Konfiguration werden Sprachen mit eigener Locale, eigenem URL-Präfix und eigener Fallback-Regel definiert; jede Seite und jedes Inhaltselement hat eine übersetzte Fassung, die mit dem Original verknüpft bleibt. Damit lässt sich pro Sprache entscheiden, ob übersetzt, abgewichen oder auf die Ausgangssprache zurückgefallen wird — und hreflang entsteht aus der Konfiguration statt aus Handarbeit. siteway betreibt so den Auftritt von Spelsberg in 13 Sprachen.

Was sind TypoScript und Fluid?

TypoScript ist die Konfigurationssprache von TYPO3: Damit wird beschrieben, wie das System Seiten zusammensetzt, welche Inhalte wo ausgegeben werden und wie sich Sprachen, Menüs und Caching verhalten. Fluid ist die Template-Engine für das Markup — die HTML-Vorlagen mit Platzhaltern und ViewHelpern. Die Trennung ist praktisch: Konfiguration bleibt in TypoScript, das HTML bleibt lesbar in Fluid. siteway templatet damit nah am Standard und baut semantisches Markup, statt einen Page-Builder das Layout bestimmen zu lassen.

Was bedeutet LTS bei TYPO3 und wie laufen Upgrades ab?

LTS steht für Long Term Support: TYPO3 pflegt bestimmte Versionen über mehrere Jahre mit Fehler- und Sicherheitsupdates, danach ist gegen Gebühr eine verlängerte Wartung (ELTS) möglich. Ein Upgrade auf die nächste LTS ist deshalb kein Notfall, sondern ein planbares Projekt. siteway prüft dafür zuerst die Extensions — sie sind fast immer der Grund, warum ein Upgrade stockt — spielt den Wechsel auf einer Staging-Umgebung durch und geht erst danach live. Beim Case Spelsberg läuft das seit 2018 über mehrere TYPO3-Upgrades hinweg.

Wie haltet ihr TYPO3-Extensions im Griff?

Jede Extension ist Fremdcode, der gepflegt, aktualisiert und beim nächsten Upgrade mitgezogen werden muss. siteway installiert Extensions deshalb über Composer statt per Klick, hält die Liste kurz und begründet jede einzelne. Vieles, wofür es eine Extension gäbe, lösen wir sauberer direkt im Fluid-Template. Das Ergebnis ist eine kleinere Angriffsfläche, weniger Ballast im Frontend und ein Upgrade-Pfad, der nicht an einem verwaisten Add-on hängt.

Übernimmt siteway auch bestehende TYPO3-Installationen?

Ja. siteway betreut TYPO3-Auftritte laufend — der Case Spelsberg liegt seit 2018 in unserer Betreuung, inklusive Upgrades, Schnittstellen zu PIM, Cadenas, Algolia und Hubspot und laufender Weiterentwicklung. Bei einer Übernahme sehen wir uns zuerst den Versionsstand, die Extensions und die Deployment-Kette an, damit klar ist, was Wartung kostet und was ein Upgrade bedeutet. Die buchbare Leistung dahinter beschreibt siteway unter CMS & Redaktion in der Expertise.

// TYPO3-Projekt oder Upgrade im Kopf?

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