Wir starten ein TYPO3-Projekt nicht mit Technik, sondern mit dem Redaktions-Organigramm. Wer schreibt,
wer gibt frei, wer darf welchen Teil des Seitenbaums sehen, welche Sprachen pflegt welches Team? Aus
diesen Antworten fallen die Backend-Benutzergruppen, die Zugriffsrechte auf den Seitenbaum und die
Freigabe-Stufen. Wird das erst nach dem Launch nachgezogen, endet es fast immer damit, dass alle
Redakteure Administratorrechte bekommen — und genau das wollen wir vermeiden.
Danach wird der Seitenbaum gebaut, und zwar mit den Sprachen im Blick. Die Site-Konfiguration legt
Sprachen, URL-Präfixe und Fallback-Regeln fest, jede Seite und jedes Inhaltselement bekommt seine
übersetzte Fassung, die mit dem Original verknüpft bleibt. So kann eine Landesgesellschaft abweichen,
ohne dass die Struktur auseinanderfällt — und
hreflang entsteht aus der
Konfiguration statt aus Handarbeit.
Im Frontend halten wir uns an die Bordmittel: TypoScript für die Konfiguration,
Fluid für das Markup. Kein Page-Builder, der Layout und Inhalt vermischt,
sondern feste Inhaltselemente mit klaren Feldern. Das ist für die Redaktion langweiliger und für die
Website besser: sauberes semantisches HTML, das sich nicht kaputtklicken lässt, ein
Frontend, das wir unabhängig vom CMS optimieren können,
und eine Barrierefreiheit, die im Template
entsteht statt im Nachhinein repariert zu werden.
Extensions sind der Punkt, an dem TYPO3-Projekte altern. Wir installieren sie über Composer statt per
Klick, halten die Liste kurz und begründen jede einzelne — denn jede ist Fremdcode, der beim nächsten
Upgrade mitgezogen werden muss. Der Code liegt in
Git und geht über GitHub Actions live,
Konfiguration inklusive. Damit ist ein Upgrade auf die nächste LTS ein geplantes Projekt statt einer
Rettungsaktion.