Was ist Personio?
Personio ist eine HR-Software aus München, die Personalprozesse in kleinen und mittelständischen Unternehmen bündelt: digitale Personalverwaltung, Abwesenheiten, Zeiterfassung, Auswertungen — und Recruiting. Der Recruiting-Teil ist ein Bewerbermanagement, ein ATS: Stellen werden dort angelegt, Bewerbungen laufen dort ein und durchlaufen die Phasen bis zur Zusage. Gegründet wurde das Unternehmen 2015. Für deine Website ist nur der Recruiting-Teil interessant — genauer die beiden Wege, auf denen Stellen und Bewerbungen zwischen Personio und deiner Karriereseite wandern.
Wie kommen Personio-Stellen auf die eigene Website — Feed oder API?
Es gibt zwei Wege, und sie schließen sich nicht aus. Der XML-Feed ist der einfache: Personio stellt die veröffentlichten Stellen als öffentlich abrufbare XML-Datei bereit, deine Website holt sie ab und zeigt sie im eigenen Design. Die Recruiting-API ist der reichere Weg: Sie liefert die Stellen über einen authentifizierten Aufruf und nimmt zusätzlich Bewerbungen entgegen. Die Faustregel dazu ist kurz. Sollen Stellen nur angezeigt werden, trägt der Feed. Soll die Bewerbung selbst auf deiner Domain stattfinden, kommt die API dazu.
Erscheinen Personio-Stellen automatisch bei Google for Jobs?
Nicht von allein. Der XML-Feed überträgt die Stellendaten, aber keine strukturierten Daten — das stellt der Personio-Support in der eigenen Community ausdrücklich klar. Damit eine Stelle in Google for Jobs auftauchen kann, braucht sie auf deiner Seite JobPosting-JSON-LD; Titel, Beschreibung, Veröffentlichungsdatum, Arbeitgeber und Arbeitsort sind dabei Pflichtangaben. Genau dieses Markup erzeugt siteway_ beim Import aus den Feldern des Feeds, sodass jede Stelle eine eigene, ausgezeichnete Adresse auf deiner Domain bekommt.
Können sich Bewerber direkt auf unserer Website bewerben?
Ja, über die Recruiting-API. Personio nimmt Bewerbungen per Schnittstelle entgegen: Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und die Kennung der Stelle sind die Pflichtangaben. Anhänge wie Lebenslauf und Zeugnisse werden zuerst über einen eigenen Aufruf hochgeladen und dann der Bewerbung zugeordnet; die offizielle Schnittstellenbeschreibung nennt dafür eine Obergrenze von 20 MB je Datei. Der schlankere Weg ist die Weiterleitung ins Bewerbungsformular von Personio — weniger Aufwand, dafür ein Wechsel der Oberfläche mitten im Bewerbungsprozess. Welcher Weg passt, entscheidet sich daran, wie durchgängig der Auftritt sein soll.
Was passiert mit abgelaufenen Stellen?
Aus der Liste verschwinden sie von selbst, sobald sie in Personio nicht mehr veröffentlicht sind — dann stehen sie schlicht nicht mehr im Feed. Für Google reicht das nicht. Dort gilt eine abgelaufene Stelle erst als abgeräumt, wenn ihr Gültigkeitsdatum in der Vergangenheit liegt, die Adresse mit Status 404 oder 410 antwortet oder das JobPosting-Markup von der Seite verschwindet. Welcher dieser drei Wege gilt, legt siteway_ beim Aufbau fest — damit in der Job-Box keine Karteileiche stehen bleibt.
Wie sicher sind Bewerberdaten bei einer eigenen Karriereseite?
Bewerbungsunterlagen gehören zum Sensibelsten, was eine Website überhaupt anfasst — deshalb lagert bei uns so wenig wie möglich zwischen. Läuft die Bewerbung über die Recruiting-API, reicht die Website sie durch und löscht die temporäre Datei, statt ein zweites Bewerberarchiv aufzubauen. Der Aufruf geschieht ausschließlich serverseitig: Personio verhindert Zugriffe direkt aus dem Browser bewusst, damit die Zugangsdaten nicht im Frontend landen. Dazu kommen Transportverschlüsselung, ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter und Löschfristen, die vorher festgelegt und nicht dem Zufall überlassen werden.
Lässt sich Personio in WordPress, TYPO3 oder Statamic integrieren?
Ja, in allen dreien — das Muster ist dasselbe, nur der Andockpunkt unterscheidet sich. In TYPO3 bauen wir eine eigene Extension: Extbase als Unterbau, das TCA als Datenmodell, der Abruf als Scheduler-Task, jede Stelle als Record in einem Systemordner mit eigener sprechender URL aus dem Site Handling und Fluid-Templates fürs Frontend. In WordPress ist es ein eigenes Plugin statt Code im Theme: die Stelle als Custom Post Type mit eigenen Meta-Feldern, Standort und Abteilung als Taxonomien, die Abholung als geplanter Lauf, eine eigene Permalink-Struktur je Stelle, Template oder Blocks für die Darstellung. In Statamic, das auf Laravel läuft, schreibt ein Artisan-Command im Scheduler je Stelle einen Entry in eine Collection; Blueprint, Antlers und Static Caching erledigen den Rest. Das JobPosting-Markup entsteht in allen drei Fällen erst bei uns im CMS, aus denselben Feldern, aus denen auch die sichtbare Seite gebaut wird — der Personio-Feed liefert es nicht mit.
Bindet siteway_ Personio an eine bestehende Website an?
Ja. Die Anbindung von Bewerbermanagement-Systemen gehört zur Leistung Schnittstellen & Integration, die Karriereseite selbst ist die Komponente Job- & Karriereportal. Diese Seite beschreibt die Technik dazwischen: Abholung, Zwischenspeicher, Feld-Mapping, Darstellung, Auszeichnung und der Rückweg der Bewerbung. Ob die Website auf TYPO3, WordPress, Statamic oder Laravel läuft, ändert am Prinzip nichts — nur an der Stelle, an der der Import andockt.