HTTP Security Header sind Anweisungen, die der Webserver bei jedem Seitenaufruf im Antwort-Header an den Browser mitschickt. Sie schalten Schutzfunktionen scharf, die der Browser sonst nicht nutzt: Eine Content-Security-Policy legt fest, welche Quellen laden dürfen, HSTS erzwingt HTTPS, X-Content-Type-Options: nosniff stoppt das MIME-Raten. Ohne die Header bleiben diese Funktionen aus — mit ihnen wehrt der Browser Angriffe wie Cross-Site-Scripting oder Clickjacking selbst ab.
siteway_ liefert jede Seite über TLS aus und setzt einen festen Grundstock: Content-Security-Policy, Strict-Transport-Security (HSTS), X-Content-Type-Options: nosniff, X-Frame-Options beziehungsweise frame-ancestors in der CSP und eine sparsame Referrer-Policy. Die CSP schneiden wir auf das jeweilige Projekt zu, statt eine offene Blanko-Regel zu setzen — geprüft wird das Ergebnis danach im Security-Audit.
Was bringt eine Content Security Policy (CSP)?
Die Content-Security-Policy ist eine Whitelist: Sie sagt dem Browser, aus welchen Quellen Skripte, Styles, Bilder und Schriften geladen werden dürfen. Alles, was nicht auf der Liste steht, blockiert der Browser. Damit läuft eingeschleustes Fremd-Skript aus einer Cross-Site-Scripting-Lücke gar nicht erst an. Weil siteway_ ohne Fremd-CDN und ohne Tracker baut, bleibt die Policy eng — meist reicht die eigene Domain als erlaubte Quelle.
Was bedeutet HSTS?
HSTS steht für HTTP Strict Transport Security. Der Header weist den Browser an, die Seite ausschließlich über HTTPS aufzurufen — auch dann, wenn jemand http:// tippt oder einem alten Link folgt. Das schließt die Lücke zwischen erstem Klick und Weiterleitung, über die ein Angreifer sonst mitlesen könnte. Auf Wunsch melden wir die Domain für die HSTS-Preload-Liste an, damit der Schutz schon vor dem ersten Kontakt greift.
Warum sind lokale Schriften ein Datenschutz-Thema?
Bindet eine Seite Google Fonts oder ein anderes Fremd-CDN direkt ein, lädt der Browser des Besuchers die Datei beim Drittanbieter — und überträgt dabei dessen IP-Adresse, ohne Einwilligung. Genau das hat 2022 zu einer Abmahnwelle geführt. siteway_ hostet Schriften und Assets deshalb lokal auf der eigenen Domain. Beim Seitenaufruf fließen keine Besucherdaten an Dritte, und die CSP kann eng bleiben. Sicherheit und Datenschutz fallen so in einer Entscheidung zusammen.
Verbessern Security-Header das Google-Ranking?
Direkt sind Security-Header kein Ranking-Faktor. Indirekt zahlen sie ein: HTTPS ist ein bestätigtes Signal, und eine trackingfreie, ohne Fremd-CDN gebaute Seite lädt schneller — was auf die Core Web Vitals einzahlt. Wichtiger ist der Vertrauens- und Rechtssicherheits-Gewinn: keine Mixed-Content-Warnung, keine Third-Party-Requests, die ein Cookie-Banner erzwingen. Das ist saubere Technik, die nebenbei die Sichtbarkeit stützt.
Prüft ihr die Header auch nachträglich?
Ja. Das Setzen der Header ist Teil jedes Projekts, die Prüfung eine eigene Leistung. Im Security-Audit testen wir die Header gegen den Ist-Stand und decken Konfigurationslücken auf, im Datenschutz-Audit prüfen wir Tracking, Third-Party-Requests und Consent. Wer nur wissen will, wie die eigene Seite dasteht, bucht das Audit einzeln — der Umbau folgt daraus, ist aber getrennt.