Die wichtigste Entscheidung fällt vor der ersten Zeile Code, und sie betrifft die Aufteilung:
Die Produktseite gehört der Website, die CAD-Ebene gehört dem Katalog.
Für jedes Produkt oder jede Baureihe entsteht eine eigene Seite im
CMS — mit Beschreibung, Anwendungsfällen,
technischen Eckdaten als Tabelle, Bildern und Datenblatt. In diese Seite kommt die
Katalogoberfläche dort hinein, wo der Konstrukteur konfiguriert und herunterlädt. Die Website
liefert den Inhalt und die Auffindbarkeit, der Katalog die Varianten und die CAD-Daten. Beides
zusammen ergibt eine Seite, die trägt.
Am Anfang steht deshalb keine Programmierung, sondern eine Klärung. Was
liefert das gebuchte Katalogprodukt — nur die Oberfläche, oder auch Produktstruktur und Stammdaten
in einer maschinenlesbaren Form? Unter welcher Adresse läuft die Oberfläche? Lässt sich gezielt auf
eine Baureihe verlinken? Diese Punkte hängen vom konkreten Vertrag mit CADENAS ab und werden
gemeinsam mit dem Hersteller festgelegt, bevor gebaut wird. Wir schreiben nichts auf eine
Produktseite, was wir nicht am konkreten Katalog geprüft haben.
Steht das fest, spiegeln wir die Produktstruktur im festen Takt in das
CMS: Baureihen, Kategorien, Bezeichnungen, Produktnummern. Die Produktnummer ist dabei der
Schlüssel — über sie erkennt der zweite Lauf ein Produkt wieder und aktualisiert es, statt eine
Dublette anzulegen, und über sie zeigt der Deep-Link später auf die richtige Stelle im Katalog.
Woher diese Daten kommen, ist eine Frage des Projekts: aus dem Katalogsystem, aus einem
vorgelagerten PIM oder ERP, oder aus redaktioneller Pflege. Bilder und Datenblätter ziehen wir auf
den eigenen Server und schicken sie durch dieselbe Bildpipeline wie den Rest der Website —
skaliert, als AVIF und
WebP, mit Maßen im Markup.
Dann kommt die Einbettung selbst — und die ist mehr Handwerk, als es
klingt. Sie bekommt einen eigenen Container mit definiertem Verhalten: kein horizontales Scrollen
auf dem Telefon, eine nachvollziehbare Fokusreihenfolge zwischen Seite und Oberfläche, ein
Ladeverhalten, das die Seite nicht ausbremst, und eine Überschrift darüber, die erklärt, was gleich
passiert. Dazu die Wege in beide Richtungen: von der Produktseite gezielt in die passende Baureihe
hinein, und aus dem Katalogergebnis zurück in die
Anfragestrecke der Website.
Neben dem Download steht die Anfrage. Wer ein Modell herunterlädt, hat
Interesse; wer eine Frage zur Auslegung hat, soll sie an derselben Stelle stellen können — mit
Produkt und Baureihe vorbelegt, damit im Vertrieb sofort klar ist, worum es geht.
Nachvollziehbarkeit bauen wir auf beiden Seiten: Auf der Website messen wir, was ohne Personenbezug
messbar ist — Aufruf der Produktseite, Öffnen des Katalogs, abgeschickte Anfrage. CADENAS nennt für
den Herstellerkatalog eigene Statistik- und Analysefunktionen; wie sich beide Bilder
zusammenführen lassen, gehört in dieselbe Klärung wie alles andere.
Und schließlich das, was in Angeboten gern fehlt: der Fehlerfall.
Antwortet die eingebettete Oberfläche nicht oder wird sie mangels Einwilligung gar nicht erst
geladen, bleibt die Produktseite vollständig lesbar — Text, Eckdaten, Datenblatt, Kontakt. Der
Katalog ist ein Baustein der Seite, nicht ihre Existenzgrundlage. Dieselbe Sorgfalt gilt für den
Rückweg: Geht eine Anfrage nicht durch, wird sie zwischengespeichert, erneut versucht und geht
zusätzlich per E-Mail ans Team. Details dazu in der Leistung
Schnittstellenentwicklung.