Die erste Entscheidung fällt vor der ersten Zeile Code, und sie ist keine Geschmacksfrage:
Das Formular gehört der Website, nicht dem CRM. Es entsteht im eigenen
Design, mit den eigenen Feldern, der eigenen Fehlerdarstellung und in derselben Barrierefreiheit wie
der Rest der Seite. Eingebettete Fremdformulare bringen fremdes Layout, fremdes Ladeverhalten und
fremde Datenflüsse mit — alles drei will man an genau der Stelle nicht, an der eine Anfrage
entsteht.
Dahinter steht ein serverseitiger Endpunkt auf der eigenen Domain. Er nimmt
die Eingaben entgegen, prüft sie, hält das API-Token und spricht als Einziger mit Pipedrive. Damit
verlässt der Schlüssel nie den Server, und die Übergabe lässt sich protokollieren, wiederholen und
im Zweifel abschalten, ohne die Seite anzufassen. Ein Formular, das direkt aus dem Browser an ein
CRM sendet, gibt sein Token an jeden weiter, der die Entwicklerkonsole öffnet.
Dann folgt das Mapping — die eigentliche Arbeit. Welches Formularfeld wird
zur Person, welches zur Organisation, was landet im Deal-Titel, in welche
Pipeline und Stufe geht der Vorgang, und wer wird Eigentümer? Beim Anlegen
eines Deals sind laut Dokumentation unter anderem Titel, Wert, Währung, verknüpfte Person,
verknüpfte Organisation, Pipeline, Stufe und Besitzer vorgesehen — die Zuordnung steht als Dokument,
bevor gebaut wird.
Ein Punkt, der in Angeboten fast immer fehlt und im Betrieb sofort auffällt: die
Herkunft der Anfrage. Welches Formular, welche Seite, welche Kampagne — als
benutzerdefiniertes Feld mitgegeben, damit im CRM nachvollziehbar bleibt, woraus dieser Lead
entstanden ist. Ohne dieses Feld sitzt der Vertrieb vor einer Liste gleich aussehender Anfragen und
das Marketing kann nicht beantworten, was funktioniert hat.
Danach die Dublettenprüfung. Dieselbe Person schickt ein Formular zweimal ab
— das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Deshalb sucht der Endpunkt vor dem Anlegen, findet die
Person über ihre E-Mail-Adresse und aktualisiert sie, statt einen zweiten Datensatz zu erzeugen. Was
mit dem Deal geschieht, ist eine Absprache mit dem Vertrieb: ein neuer Vorgang oder eine Notiz am
bestehenden.
Und zuletzt der Teil, an dem sich eine Anbindung entscheidet: der Fehlerfall.
Die Anfrage wird zuerst auf dem eigenen Server gesichert und erst danach übergeben. Antwortet
Pipedrive nicht, langsam oder mit einem Fehler, wird protokolliert und mit Abstand erneut versucht;
zusätzlich geht die Anfrage per E-Mail raus. Kein Lead darf verloren gehen, nur weil ein fremdes
System gerade eine schlechte Minute hat. Die buchbare Leistung dahinter steht unter
Schnittstellenentwicklung.