Am Anfang steht eine Entscheidung, die man später nicht mehr billig korrigiert:
Das Anmeldeformular gehört der Website. Es steht im Layout der Seite, es
benutzt dieselben Feldtypen, dieselben Fehlermeldungen und dieselbe Tastaturbedienung wie jedes
andere Formular des Projekts. Damit bleibt die Anmeldung ein Teil der Seite statt eines
Fremdkörpers — und sie bleibt bedienbar, wenn ein fremdes Skript einmal nicht lädt. Wie wir
Formulare grundsätzlich bauen, steht bei den
Formularstrecken.
Abgeschickt wird an einen eigenen Endpunkt auf dem Server der Website, nicht
direkt an Brevo. Dieser Endpunkt hält den API-Schlüssel, prüft die Eingaben, wehrt Massen-Einträge
ab und entscheidet, welche Felder überhaupt weitergereicht werden. Ein Schlüssel im Frontend wäre
jedem Besucher zugänglich, der die Entwicklerwerkzeuge öffnet — das ist kein theoretisches Risiko,
sondern der häufigste Fehler bei schnell zusammengesteckten Anbindungen.
Von dort geht der Kontakt in eine Liste. Brevo kennt dafür Listen und
Ordner sowie eigene Kontaktattribute, die vorher im Konto angelegt sein müssen — Vorname,
Herkunftsformular, Interessengebiet. Wir legen dieses Feldmodell fest, bevor gebaut wird, sonst
entsteht eine Liste, in der später niemand mehr segmentieren kann. Für die Einwilligung nutzen wir
den dokumentierten Double-Opt-in-Weg: Der Kontakt wird über den dafür
vorgesehenen Endpunkt angelegt, Brevo verschickt die Bestätigungsmail aus einer Vorlage, und erst
der Klick auf den Link macht ihn in der Liste aktiv.
Der zweite Strang ist der transaktionale Versand. Jede Website verschickt
Mails, auch ohne Newsletter: die Bestätigung an den Absender eines Kontaktformulars, die
Benachrichtigung ans Team, die Terminzusage, der Link zum Zurücksetzen eines Passworts. Diese Mails
über Brevo statt über den Webserver zu schicken, ist der Punkt, an dem die Anbindung technisch
wirklich etwas bringt: Der Versand läuft über eine Infrastruktur, die für Zustellung gebaut ist,
und die Website erfährt über Ereignismeldungen, was aus der Mail geworden ist. Voraussetzung ist
eine sauber eingerichtete Absender-Domain — was dafür im DNS stehen muss, prüfen wir im
DNS- & E-Mail-Audit.
Bleibt das, was in Angeboten gern fehlt: der Fehlerfall. Antwortet die API
nicht, darf der Besucher das nicht ausbaden. Die Anmeldung wird zwischengespeichert, der Versuch
protokolliert und mit Abstand wiederholt; eine wichtige Benachrichtigung geht zusätzlich auf dem
direkten Weg raus. Genauso planbar behandeln wir das Ende: Abmeldung über
den Link in jeder Mail und Löschung auf Anfrage — beides über die
Schnittstelle ausführbar und in der Anbindung von vornherein vorgesehen, statt später von Hand
nachgezogen.