Wir bauen die Bezahlstrecke zuerst ohne Google Pay — vollständig, bedienbar,
mit Tastatur erreichbar. Der Button kommt danach obendrauf. Das ist keine Stilfrage, sondern folgt aus
der Technik: Der Button darf erst erscheinen, wenn Browser und Google-Konto die Methode überhaupt
tragen. Diese Bauweise heißt Progressive Enhancement und ist bei
siteway_ die Grundlage des
gesamten Frontends — die Seite funktioniert auf der
schmalen Grundlage und wird besser, wo mehr möglich ist.
Der nächste Schritt ist die Verfügbarkeitsprüfung. Bevor irgendetwas sichtbar
wird, fragt die Website über die Methode isReadyToPay ab, ob eine
Zahlung über Google Pay möglich ist. Erst wenn die Antwort positiv ausfällt, wird der Button erzeugt
und eingesetzt. Fällt sie negativ aus, bleibt die Bezahlstrecke exakt so, wie sie ohne Google Pay
aussieht. Beide Fälle gehören ins Konzept der Seite — der Platz, an dem der Button steht, darf im
zweiten Fall keine Lücke hinterlassen.
Der Zahlungsvorgang selbst ist eine kurze, klar getrennte Kette. Das
Auswahlblatt öffnet sich nur aus einem Klick heraus; Google verlangt dafür ausdrücklich ein
Nutzer-Ereignis. Die Rückgabe ist ein Token, kein Kartendatensatz. Dieses Token schickt der Browser an
einen eigenen serverseitigen Endpunkt, der es zusammen mit Betrag, Währung und
Bestellbezug an den Zahlungsdienstleister übergibt. Betrag und Währung stammen dabei immer vom Server,
nie aus dem Formular — sonst entscheidet der Browser über den Preis.
Dann der Abbruch, der in Angeboten gern fehlt. Schließt jemand das
Auswahlblatt, wird die Zusage der Zahlungsdaten abgelehnt. Für die Seite heißt das: kein Fehlerdialog,
keine halb abgeschickte Bestellung, sondern derselbe Stand wie vorher. Genauso behandeln wir den Fall,
dass der Zahlungsdienstleister nicht antwortet — die Bestellung bleibt offen und nachvollziehbar,
statt in einem unklaren Zustand zu enden.
Und schließlich das Mapping. Google Pay kann Rechnungsadresse, E-Mail-Adresse
und Lieferadresse mitliefern. Was davon angefordert wird, entscheiden wir vorher und bilden es auf die
Felder der Bestellung ab — angefordert wird, was gebraucht wird, und nicht, was möglich ist. Die
buchbare Leistung dahinter beschreibt
Schnittstellenentwicklung.