Was ist ActiveCampaign?
ActiveCampaign ist eine Plattform für E-Mail-Marketing mit Automatisierungen und CRM-Funktionen, entwickelt von der ActiveCampaign, Inc. mit Sitz in Chicago, Illinois, gegründet 2003. Unternehmen verwalten darin Kontakte, Listen, Tags, Kampagnen und Automatisierungen, dazu Deals und Pipelines auf der Vertriebsseite. Für die Website zählt vor allem eines: ActiveCampaign dokumentiert seine REST-API öffentlich unter developers.activecampaign.com, mit Ressourcen für Kontakte, Listen, Tags, benutzerdefinierte Felder, Automatisierungen und Webhooks. Damit lässt sich eine Anmeldung im eigenen Design bauen, statt ein fremdes Formular einzubetten.
Wie bindet siteway_ ActiveCampaign an eine Website an?
Über ein eigenes Formular im Design der Website und einen serverseitigen Endpunkt dahinter. Das Formular schickt seine Daten an die eigene Anwendung, nicht direkt zu ActiveCampaign. Dort werden die Eingaben geprüft, dort liegt der API-Schlüssel, und erst von dort geht der Aufruf an die API: Kontakt anlegen oder aktualisieren, Listenzuordnung setzen, Tags vergeben, Herkunft als Feld mitgeben. Die Website übergibt damit ein sauberes Signal — was danach passiert, welche Mail wann rausgeht und in welcher Reihenfolge, bleibt als Automatisierung im Tool. Das ist die Trennlinie, an der wir bauen.
Wie funktioniert die ActiveCampaign-API?
Die aktuelle Version 3 ist eine REST-API mit JSON. Jedes Konto hat eine eigene Basis-URL nach dem Muster https://konto.api-us1.com/api/3/; authentifiziert wird mit einem API-Schlüssel im Header Api-Token, den das Konto unter Settings und Developer ausweist. Die Dokumentation weist ausdrücklich darauf hin, den Schlüssel geheim zu halten und nicht in clientseitigem Code offenzulegen. Kontakte liegen unter /contacts, ein Anlegen-oder-Aktualisieren über die E-Mail-Adresse unter /contact/sync, Listenzuordnungen unter /contactLists, Tag-Zuweisungen unter /contactTags. Als Grenze nennt die Dokumentation fünf Anfragen pro Sekunde und Konto; darüber antwortet die API mit dem Status 429 und den Kopfzeilen Retry-After, RateLimit-Limit und RateLimit-Remaining.
Warum geht es bei ActiveCampaign nicht nur um die E-Mail-Adresse?
Weil die Adresse allein nur eine Zeile in einer Liste ist. Der Wert entsteht durch das, was daneben steht: die Liste, in der der Kontakt landet, die Tags, die ihn beschreiben, die benutzerdefinierten Felder mit Herkunft und Anlass — und die Automatisierung, die daraus startet. ActiveCampaign kennt dafür Auslöser wie das Abonnieren einer Liste, das Hinzufügen eines Tags, das Abschicken eines Formulars oder ein aufgezeichnetes Ereignis. Ein Website-Vorgang wie ein abgeschicktes Formular, ein geladenes Whitepaper oder ein gebuchter Termin wird so zum Startpunkt einer Strecke. Die Website liefert das Signal, die Strecke selbst wird im Tool gebaut.
Wie wird Double-Opt-in mit ActiveCampaign umgesetzt?
In zwei möglichen Bauweisen. Nutzt du die Formulare von ActiveCampaign, ist das Double-Opt-in für die Formularaktion Subscribe to list standardmäßig aktiv: Der Kontakt wird zunächst als unbestätigt geführt, bekommt eine Bestätigungsmail mit Link, und erst der Klick setzt ihn auf aktiv. Die Dokumentation hält dazu fest, dass ein Kontakt bei aktiviertem Double-Opt-in erst nach dieser Bestätigung in eine Automatisierung aufgenommen wird. Bauen wir das Formular selbst, läuft dieselbe Logik über unseren Endpunkt: Anmeldung entgegennehmen, Bestätigungslink verschicken, den Vorgang mit Zeitstempel, Quelle und angezeigtem Einwilligungstext protokollieren — und den Kontakt erst nach dem Klick in die werbliche Liste und die zugehörige Strecke setzen. Welcher Weg passt, entscheiden wir im Projekt.
Was ist Event-Tracking und wann brauchst du es?
Event-Tracking ist der Weg, ein Ereignis auf der Website an ActiveCampaign zu melden, ohne dafür ein Kontaktfeld zweckzuentfremden. Der Aufruf geht laut Dokumentation an trackcmp.net/event und trägt die Kennung des Kontos als actid, den Event-Key, einen Ereignisnamen mit höchstens 32 Zeichen und die Zuordnung zur Person als visit im JSON-Format mit der E-Mail-Adresse; ein optionales Feld eventdata nimmt einen zusätzlichen Wert auf. Voraussetzung ist, dass Event-Tracking im Konto unter Website und Site Tracking eingeschaltet ist. Sinnvoll ist das überall dort, wo ein Vorgang eine Strecke starten soll, ohne den Kontakt dauerhaft neu zu etikettieren — eine Buchung, ein Download, ein Schritt in einem Konfigurator.
Wo liegen die Daten, und was ist beim Datenschutz zu klären?
ActiveCampaign ist ein Anbieter aus den USA — die Gesellschaft sitzt in Chicago, Illinois. Damit gehören zwei Punkte in das Projekt und nicht ins Kleingedruckte: ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter und die Frage, auf welcher Grundlage die Daten übermittelt und verarbeitet werden. Technisch halten wir die Übergabe schmal: nur die Felder, die die Strecke wirklich braucht, Übertragung ausschließlich serverseitig über TLS, Zugangsdaten in der Server-Konfiguration statt im Frontend, das Site-Tracking-Skript erst nach Einwilligung. Die Bewertung selbst gehört nicht auf diese Seite, sondern in ein Datenschutz-Audit — dort wird geprüft, dokumentiert und in der Datenschutzerklärung nachgezogen.
Lässt sich ActiveCampaign in WordPress oder TYPO3 integrieren?
Ja — und in Statamic ebenso. Wir bauen die Anbindung in jedem der drei Systeme selbst, mit dessen eigenen Bordmitteln. In TYPO3 entsteht eine eigene Extension: das Formular als Plugin-Element im Seitenbaum, eine serverseitige Route mit Middleware als Endpunkt, Fluid für die Ausgabe, die Zugangsdaten in der Extension-Konfiguration. In WordPress entsteht ein eigenes Plugin statt Theme-Code, damit die Anbindung einen Theme-Wechsel überlebt: eine eigene REST-Route nimmt die Anmeldung entgegen, die Zugangsdaten liegen in der wp-config.php oder in einer Umgebungsvariable, ausgegeben wird über Template-Dateien oder Blöcke im Editor. In Statamic liegt Laravel darunter: Route und Controller bilden den Endpunkt, ein Blueprint beschreibt das Formularmodell, die Zugangsdaten stehen in der .env, gerendert wird mit Antlers oder Blade.