Was ist WebM?
WebM ist ein offener, lizenzfreier Container für Video im Web, den Google 2010 veröffentlicht hat — nach der Übernahme des Codec-Entwicklers On2 Technologies. Der Container ist eine schlanke Variante von Matroska und nimmt die Videocodecs VP8, VP9 und AV1 sowie die Audiocodecs Opus und Vorbis auf. Der MIME-Typ lautet video/webm, die Dateiendung .webm. Praktisch heißt das: dieselbe Szene in einer deutlich kleineren Datei als beim klassischen MP4 mit H.264, ohne Lizenzgebühren und ohne externen Player. siteway_ liefert WebM als erste Quelle im video-Element aus, MP4 folgt als zweite.
MP4 oder WebM — was soll ich nehmen?
Beides, und zwar in einem Zug. Im video-Element stehen mehrere source-Angaben untereinander: WebM zuerst, MP4 mit H.264 danach. Der Browser nimmt die erste Quelle, die er abspielen kann, und lädt genau eine Datei. So bekommen aktuelle Browser die kleinere WebM-Datei, ältere Geräte bleiben beim MP4, das praktisch jedes Gerät in Hardware dekodiert. Die Frage MP4 oder WebM stellt sich damit nur dort, wo wirklich nur eine einzige Datei möglich ist — etwa in einem Newsletter oder in einer App-Vorschau. Dann ist MP4 die sichere Wahl.
Welche Browser unterstützen WebM?
Chrome, Firefox, Edge und Opera seit vielen Jahren, Safari auf dem Mac seit Version 16 und auf dem iPhone flächendeckend seit iOS 17.4. Nach den Zahlen von caniuse.com liegt die weltweite Abdeckung damit bei rund 96 Prozent. Die letzten Prozent sind vor allem ältere iOS-Geräte, die kein Update mehr bekommen. Genau dafür liegt das MP4 als zweite Quelle im video-Element — es kostet in der Auslieferung nichts, weil der Browser ohnehin nur eine der beiden Dateien lädt.
Wie viel kleiner ist WebM als MP4?
Das hängt am Codec, nicht am Container. VP9 in einer WebM-Datei braucht bei vergleichbarer Qualität je nach Material 20 bis 50 Prozent weniger Bitrate als H.264 in einem MP4, in der Praxis liegt der Wert oft um ein Drittel. AV1 legt gegenüber VP9 noch einmal rund 30 Prozent nach, kostet aber deutlich mehr Rechenzeit beim Kodieren. Für kurze Hintergrund- und Teaser-Clips setzt siteway_ deshalb meist auf VP9 und hebt AV1 für die Fälle auf, in denen jedes Byte zählt.
Wie bindet siteway_ ein Hintergrundvideo ein?
Als stummes Video im video-Element, mit autoplay, muted, playsinline und loop. Stumm ist dabei die Bedingung dafür, dass Browser das automatische Abspielen überhaupt erlauben, und playsinline hält den Clip auf dem iPhone im Layout statt im Vollbild. Dazu kommt immer ein poster-Bild als erster sichtbarer Frame, feste Werte für width und height gegen springendes Layout und ein preload, das zum Ort auf der Seite passt: metadata oben im Sichtbereich, none für alles, was erst beim Scrollen erscheint. Das Video liegt auf unserer eigenen Auslieferung, sodass Ladeverhalten und Daten in deiner Hand bleiben.
Was bedeutet Video für die Core Web Vitals?
Vor allem etwas für das Largest Contentful Paint. Bei einem video-Element zählt Chrome das poster-Bild oder den ersten gezeichneten Videoframe als LCP-Kandidat — je nachdem, was früher da ist. Ein schlankes poster-Bild als AVIF oder WebP ist deshalb der wirksamste Hebel: Es erscheint lange vor dem ersten Frame und setzt den LCP-Zeitpunkt. Feste Abmessungen halten das Cumulative Layout Shift bei null, und ein sparsames preload sorgt dafür, dass der Clip keine Bandbreite von den wichtigen Ressourcen abzieht.
Wie wird ein Video barrierefrei?
Über drei Dinge. Erstens Untertitel: Für Videos mit Sprache hinterlegen wir eine WebVTT-Datei über ein track-Element mit kind=captions, dazu ein Transkript im Text der Seite. Zweitens Bewegung auf Wunsch: Wer im Betriebssystem reduzierte Bewegung eingestellt hat, bekommt über prefers-reduced-motion das poster-Bild statt der laufenden Schleife. Drittens Ton und Kontrolle: Automatisch startende Videos laufen stumm, und alles, was länger als fünf Sekunden läuft, lässt sich anhalten — so verlangt es die WCAG. Mehr dazu unter Barrierefreiheit.